harveys hitlist: ein Leben auf dem Plattenteller hitlist - ein leben auf dem plattenteller
Hitlist
 




1, 2, 3... fuck punk!


Bad Religion: How could hell be any worse
 

Bad Religion: Fuck armageddon... this is hell
(Song, 2:54, 1981, von "How could hell be any worse?")

In diesem Song geht es um die ambivalenten Gefühle, die jedes Indiviuum einer nivellierten Gesellschaft fast zwangsläufig wenigstens temporär traumatisieren.

Kulturpessimissmus oder nicht - eloquente Verbalisierungen eigener Befindlichkeiten helfen bei der Suche oftmals singulärer Ursachen der Probleme.

Analysieren wir die selbigen des jungen Herrn Graffin mal genauer:

"There's people out there that say I'm no good,
'Cause I don't believe the things that I should,
And when the final conflict comes, I'll be so sorry I did wrong,
And hope and pray that our lord god will think I'm good."

Minderwertigkeitskomplexe. Mein Rat: öfter mal zurück schlagen!

"Countries manufacture bombs and guns
To kill your brother for something that he hasn't even done.
Smog is ruining my lungs, but they aren't sorry they've done wrong,
They hide behind their lies that they're helping everyone."

Chronische Heulsuserei. Kauf dir lieber selbst 'ne Knarre, dazu Zichten in Kopp und aufhör'n mit dem Gejammer, Cowboy!

"In the end the good will go to heaven up above,
The bad will perish in the depths of hell.
How can hell be any worse when life alone is such a curse?"
Fuck Armageddon, this is hell"

Begriffe, die schon mal per Definition nicht vom menschlichen Geist erfasst werden können, sollte man lieber gleich vergessen. Und sowieso: "Himmel und Hölle" is' doch bloß ein Kinderhüpfspiel.

"We're living in the denoument of the battle's gripping awe,
So what's the use of being good to satisfy them all?
How could hell be any worse? Life alone is such a curse!
Fuck Armageddon, this is hell"

Du kleiner Naseweis! Noch mehr solche feingeistigen Worthülsen und ich leg' dich über's Knie!

Ein letzter Tipp: such dir mal 'ne andere Freundin. Diese scheint ja nur zu nerven und befriedigen kann sie dich auch nicht. Aber was soll man auch erwarten von einer die "Armageddon" heißt...



Bad Religion

(USA)
1980 gegründet
1980 erste VÖ "Bad Religion"-EP
1985-87 aufgelöst

1981 Besetzung:
Greg Graffin: voc
Mr. Brett: guit
Jay Bentley: b
Pete Finestone: dr


Link
Suffer
1000 more fools
Hate yourself
No control
Against the grain
Modern man
Generator
American jesus

Für Statistik-Freaks:
Statistik die; -, -en:
1. (ohne Plural) wissenschaftliche Methode zur zahlenmäßigen Erfassung, Untersuchung u. Darstellung von Massen- erscheinungen.
2. [schriftlich] dar-
gestelltes Ergebnis einer Untersuchung nach der statistischen Methode.
3. Auswertung einer großen Zahl physika-
lischer Größen zur Bestimmung von physikalischen Gesetzen.
Statistik:

Dead Kennedys: In god we trust
 

Dead Kennedys: Nazi punks fuck off
(Song, 1:03, 1981, von "In god we trust")

Es ist schon ein Kreuz mit dem Geld.

Wo wir gerade beim Thema sind: die Dead Kennedys hatten 1981 noch eine weitere super Single draußen...
...scheiße, versaut. Das ist ja so nicht sinnvoll. Denn ich stelle hier nur den Song vor und nicht eine Single, da ist "eine weitere" ganz falsch.

Uh, ah...

So, mal eben selber abgewatscht. So lange noch Suppe kommt, is' alles bestens.

Im übrigen, DU PENNER, ist das oben wenn dann eine EP, die im 12inch Format gepresst wurde. Keine Single!
12inch, weissu, krrass viel ey, Junge!
Un 13inch erst, Alter, hammer!

Stop! Setzen, Sechs!
13inch gibt's nicht.
Und das nicht nur, weil die Platte dann leicht über den Teller ragen würde, sondern vor allem, weil's die Zahl gar nicht gibt. Die alten Angelsachsen, die konnten einfach nur bis 12 zählen. Und die Null kannten sie auch nicht. Also haben sie nach der 12 was anderes erfunden, nämlich den Fuß. Und 13inch sind ein Fuß mit einem Inch. Wäre also einfacher, statt 12inch auch mal so locker "ein Fuß" zu sagen. Macht man aber nicht, weil das ja ein Fuß und null Inche wären.

Außerdem, mal ehrlich, wie würde das denn klingen: "Ich hab letztens endlich die coole ein-Fuß-Maxi von Big Country gefunden!"
oder: "Da is' noch so ein 1-Fuß-Remix drauf."

Und auf meiner ist die ein-Arm-Version.

Jedenfalls... Too drunk to fuck hätte ich ja auch gerne hier gelobt, aber ich hab's nur auf Tape und damit hat's verloren.
Und die Nazi Punks soll'n sich verpissen!


Dead Kennedys

(USA)
1978 gegründet
1979 erste VÖ "California über alles"-7"
1986 aufgelöst

1981 Besetzung :
Jello Biafra: voc
Klaus Fluoride: b
D.H. Peligro: dr
East Bay Ray: guit


Link
Fresh fruit for rotting vegetables
Trust your mechanic

Anspieltipp:

Exploited: Punks not dead
 

Exploited: Punk's not dead
(Song, 1:22, 1981, von "Punks not dead")

Wer is tot?
Der/die/das Punk?

Schwere grammatikalische Hürden wirft dieser Song- und Albumtitel auf!

Denn wenn man "den Punk" als Mode oder Einstellung meint, müsste es ja heißen "Punk is not dead" also kurz "Punk's".
Meint man aber "den Punk" und seine Freunde, also jenen versifften Kerl, der dort vorne mit seinem verlausten Dalmatiner nach Zigarettenstummeln sucht, dann würde es heißen "Punks are not dead", was dann in Kanak-Englisch "Punks not dead" wäre.
Siehe Cover.
Aber: jetzt steht der Albumtitel vielfach doch in der anderen Schreibweise geschrieben bzw. der Songtitel auch.

Ich will endlich wissen ob die Punks oder der Punk tot sind!

Obwohl... was für eine bescheuerte Aussage. In etwa so wertvoll, als wenn ich sage "Mozart ist tot". Klar, der Original-Mozart ist tot. Aber trotzdem wird dem sein Liedgut noch dauernd runtergeeiert.
Selbst so völlig bekloppte wie irgendwelche alten germanischen Kriegsgötter leben noch weiter, obwohl sie schon tot sind, denn irgendein hirnrissiger Spinner findet sich immer, der längst vergangene Trends noch immer super findet.
Und auch mal 'nem Nazi die Fresse poliert, so aus alter Tradition.

Wenn jetzt aber der Nazi Punk auftritt, dann wird's schwierig. Muss der sich jetzt selber verhauen oder wie?
Ach nee, der muss erstmal bei Herrn Graffin auf die Psycho-Couch, damit er überhaupt merkt wer er ist. Möglicherweise hält er sich für'n reinarischen Nazi, dann ist uns das auch egal, aber könnte auch sein, dass er sich für 'nen reinkaputten Punk hält und das is 'n Problem.
Also erstmal den Nazi rauslassen, den dann vermöbeln, so dolle dass er für immer abhaut. Und dann Für immer Punk.

Jetzt weiss ich auch endlich, warum The Undead noch immer existieren.

 

The Exploited

(GB)
1979 gegründet
1980 erste VÖ "Army life"-Single

1981 Besetzung:
Wattie Buchan: voc
Big John: guit
Dru Stix: dr
Gary McCormick: b


Link
Troops of tomorrow


The Misfits: 3 hits from hell
 

Misfits: 3 hits from hell
(EP, ca. 6min, 1981)

Elegante Überleitung!
Klein-Doyle darf hier zum ersten Mal ran, nachdem Glenni beschlossen hatte, dass ihm der Arsch von Bobby nicht mehr gefällt.

"Bobby Steele is a fucking homosexual!" ließ er danach live verlauten. Mal wieder ein Kandidat für Conservative Punk, glaube ich.

Und ich verkünde hiermit: Glenn Danzig is a non-fucking pussy!
Denn die Schisserei auf dieser EP ist schon grandios.

Flashback - zoom -
...- tausendmal berührt -

Verdammtes Kacklied! Ich hasse Klaus Lage! Sowas von beschissen ist dieser Hit und zwar gerade besonders deswegen, weil ich mich einfach nicht dagegen wehren kann, den immer mal wieder im Kopf zu haben. Ekel, ekel, eiter, eiter, bäh!

Nun ja. Misfits machen Sightseeing in London und - als coole Horrorpunker - gehen mal in diese Ausstellung London dungeon. Aber Glenni macht sich voll in die Hose. Ist das gruselig! "I don't wanna be in your London dungeon!"
Zurück im Hotel geht's weiter mit Beschwerden. Das Bett ist ihm zu hart, die Tapete nicht rosa genug und überhaupt, der Schuppen ist echt der Horror. Ein Horror hotel! Gut dass ich nicht dabei war, um mir das anzuhören.
Aber sind wir fertig? Noch lange nicht!!
Gehen die Jungs also erstmal zum Friedhof, um da auf'm Grabstein ein Nickerchen zu machen. Aber falsch gedacht.
Kaum da angekommen, ist an Schlaf überhaupt nicht zu denken, denn die ganzen Ghouls kommen aus den Särgen gekrochen und feiern 'ne fette Party! Scheisse, regt der Glenni sich auf! Haben alle gerade ihren freien Abend und das ohne persönliche Anmeldung bei seiner Lordschaft Zwerg. Ghouls night out. Geht ja wohl nicht! Muss man sich erstmal drüber beschweren. Freie Abende für Ghouls, lächerlich das! Der Friedhof sollte ganzjährig für die verhuschten Horrorpunker frei gehalten werden, jawoll!

 

The Misfits

(USA)
1977 gegründet
1977 erste VÖ "Cough/Cool"-Single
1984-1994 aufgelöst

1981 Besetzung:
Glenn Danzig: voc
Jerry Only: b
Doyle: guit
Arthur Googy: dr
Bobby Steele: guit


Link
Bullet
Last caress
Walk among us
Astro zombies
Skulls
Evilive
Demonomania
Die die my darling
American psycho
Famous monsters

Anspieltipp:

Ramones: Pleasant dreams
 

Ramones: 7-11
(Song, 3:29, 1981, von "Pleasant dreams")

Das ist wohl das beschissenste Ramones-Cover überhaupt!
Denn: die Jungs sind gar nicht drauf!!

Das kam in der ganzen Laufbahn der Band (14 Studioalben) nur noch zweimal vor, nämlich bei Brain drain und Adios amigos! und war jeweils auch immer schlechter als ein fesches Rock'n'roller-Foto.

Hier bei Platz 8 der Hitlist 1981 stelle ich fünf Punksongs aus dem Jahr vor, die mir besonders am Herzen liegen. Die dazugehörenden ganzen Alben gibt es entweder überhaupt nicht (Dead Kennedys, Misfits) oder ich finde sie nur ganz nett, aber nicht so obergenial, dass sie unter die ersten sechs Plätze gekommen wären.

Das besondere an diesen fünf Songs ist, dass jeder davon schon mindestens einmal auf einem Mix-Tape von mir war, und das schon vor vielen Jahren. Ich fand also dieses Lied schon damals besonders herausragend und das ständige Anhören meiner Mixtapes hat das natürlich noch eher verstärkt.

Bei den Dead Kennedys ärgere ich mich heute, dass ich die Plastic surgery disasters CD verkauft habe, denn auch wenn diese Platte nur so mittelmäßig gut ist, so ist doch die In god we trust EP mit drauf, für die sich das Behalten gelohnt hätte.
Mit dem ganz alten Bad Religion Material konnte ich früher nix anfangen, das hat erst 'ne Weile gedauert, bis mir das auch gefiel.

Pleasant dreams war eine der letzten Ramones-CDs, die ich mir kaufte. Ich habe nicht so viel erwartet, da End of the century nicht so der Hit ist und Subterranean jungle auch nur so mäßig. Aber ich wurde positiv überrascht, denn hier wird noch einmal die Klasse von Road to ruin aufgegriffen mit einer etwas moderneren Produktion.
Nicht alle Lieder sind der absolute Burner, aber 7-11 ist eine knuddelige Singalong-Punk-Schnulze von Joey, die man lieben muss, sofern man die softeren Momente der Ramones mag.

Ich kann jetzt gleich weitermachen mit den nächsten fünf Songs (Platz 7), denn eigentlich sollte diese Seite hier schon letzte Woche online gehen, aber ich war zu langsam damit, mich für eine Reihenfolge der Hitlist zu entscheiden und dann waren fünf Songs einfach zu viel, um mal eben an einem Abend fertig zu werden. Allein das Layout und die Seiteninfos kosten mich mindestens zwei Stunden, hier auch mal deutlich mehr.
Aber besser spät als gar nicht! Könnte glatt das Motto meines Lebens sein...


Stay alive and rock on,
Harvey
(21.11.06)

 

Ramones

(USA)
1974 gegründet
1976 erste VÖ "Ramones"-LP
1996 aufgelöst

1981 Besetzung:
Joey Ramone: voc
Johnny Ramone: guit
Dee Dee Ramone: b
Marky Ramone: dr


Link
Ramones
Blitzkrieg bop
I wanna be your boyfriend
Leave home
Gimme gimme shock treatment
Rockaway beach
Rocket to russia
It's alive
Road to ruin
Howling at the moon
Halfway to sanity
Brain drain
Loco live
Mondo bizarro
Acid eaters
I don't want to grow up
The family tree