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Longtracks: Platz 14
Phil Collins: Colours
(8:51, Song, 1989, von "...But seriously")
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Was man nicht alles vereinbaren
kann: ich höre Exploited
aber auch Phil Collins.
Naja, ich höre ihn relativ
selten, aber es gibt zwei Gründe, warum ich manche Sachen
von ihm ganz gerne höre:
1. bin ich mit dieser Musik aufgewachsen und von daher verbinde
ich Erinnerungen damit und habe bestimmte Songs (bis einschliesslich
But seriously, danach nicht mehr) mindestens fünfzig
Mal gehört. Ach, Mumpitz, eher hundert Mal.
2. mag ich Pop und Collins macht zwar belangloses seichtes
Zeug, aber wenn ich Bock auf Pop habe ist das keine schlechte
Wahl.
Als But seriously
rauskam, befand ich mich auf den Höhepunkt meines Collins-Fantums.
Zwar hatte ich auch gerade Hardrock entdeckt und Progressive
Rock auch ein wenig, aber an Collins gefielen mir nicht
nur die Popsongs, sondern auch die Schmusetitel (siehe Anderson
Bruford Wakeman Howe oben) und ich war zudem der Meinung
er sei echt cool und witzig. Also...hmm...
Das würde ich nun nicht
mehr alles unterschreiben. Obwohl ich auch glaube, dass er
von den Medien ungerechtfertigt oft in bestimmte Schubladen
gesteckt wird.
Das Phil Collins-Konzert
hat mich 1990 ca. DM
65.- gekostet und das wäre für heutige Verhältnisse
etwa das gleiche in Euros. Verdammt viel für einen Schüler!
Leider war in dem Jahr, das bis zum Auftritt verging, meine
Begeisterung deutlich geschrumpft und Herr Collins
wurde von mir nicht mehr als cool, sondern stellenweise sogar
als peinlich empfunden. Da hätte ich mir vielleicht noch
eher Genesis auf der We
can't dance-Tour leisten sollen, aber da hatte ich nach
der Collins'schen Vorstellung dann auch keine Lust
mehr drauf. Nee, da war doch auch der Einfluss von Indie-
und Punkmusik dann zu groß.
Jedenfalls meine ich noch heute, dass dieses Konzert eines
der schlechtesten war, das ich jemals sah. "Schlecht"
im Sinne von: "gefiel mir nicht". Natürlich
waren die Musiker exzellent und 'ne zünftige Samstagabend-Show
war auch dabei. (Das war gar nicht so anders als Wetten
dass..!)
Ein paar Jahre später habe ich dann auch alle meine Phil
Collins-CDs verkauft.
Nur um dann noch ein paar Jahre später festzustellen,
dass da doch zu viel Nostalgie drinsteckt. Also habe ich sie
mir wieder besorgt. Allerdings habe ich nach But seriously
lange garnix gehabt, weil ich die Live-CD ja auf keinen Fall
wollte und der Rest interessierte mich auch null. Irgendwann
hat mich wieder mal die Sammelleidenschaft gepackt und ich
dachte mir z.B.:"ach nur 5 Mark für Dance into
the light, eingekauft!".
Colours ist DER Solosong
von Phil Collins, den ich mir am ehesten auch von Genesis
gespielt vorstellen könnte. Und es ist auch sein längster.
Der ist nämlich nur ein bisschen Pop und ansonsten sogar
sehr abwechslungsreich und "progressiv".
Colours gefiel mir schon beim ersten Hören der
CD und war immer ein Favorit aus seinem Repertoire bei mir.
Das ist mit der Zeit noch stärker geworden, als ich manche
seiner Balladen und Trompetenstücke irgendwann nicht
mehr hören konnte.
Hier kommen auch Trompeten
vor und Drumcomputer, aber der Song ist spannend, hat Power,
einen interessanten Text und auch relativ viele Gitarren.
Natürlich ist er vom Stil her bzw. von der Produktion
recht typisch für die Phase damals. So hört man
auch dauernd so klingelnde Keyboards, wie sie auch von Another
day in paradise bekannt sind. Egal. Auch das Lied ist
nicht so übel.
Denn: ich weiss noch wie ich dazu in der Disco getanzt habe.
Und wie es auf einer Geburtstagsparty lief und ich schön
angeheitert war.
Und natürlich, dass ich unbedingt dabei ein Mädchen
küssen wollte. Sowohl auf der Party als auch bei diesem
Lied. Was ich beides (bis jetzt) jedoch nicht getan habe.
Aber von heute betrachtet und mit der Überlegung, dass
ich ja kein alter, spießiger Sack sein will, wäre
denn ja doch Küssen bei Exploited besser! Ich
glaube, das fehlt mir auch noch.
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