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Longtracks: Platz 8
Camel: Lady Fantasy
(Song, 12:45, von "Mirage", 1974)
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Auf den alten Camel-Platten
wird ja ohne Rücksicht auf Verluste rumgeorgelt, gitarrensoliert
und in Instrumentalparts geschwelgt. Das ist richtig 70ies-mässig
und gefällt mir!
Trotzdem gibt es gar nicht
so viele besonders lange Stücke von Camel, bzw.
wenige, zu denen ich eine besondere Verbindung habe.
Lady Fantasy beginnt
mit Alarmsirenen-artigen Orgeln und einer lauten Leadgitarre.
Huch - kommt jetzt Avantgarde?
Nein, schon nach ein paar Sekunden hat sich das beruhigt und
sehr melodische Leadorgeln und die typische Camel-Gitarre
erzeugen zusammen eine relaxte Stimmung. Ja, das Drumming
trägt auch dazu bei und vor allem auch die gelassene,
sanfte Stimme. Ist die toll, diese Phantasiedame.
Nach einigen Minuten geht es auf einmal etwas funkiger weiter,
der Bass tritt deutlich in den Vordergrund und die Gitarre
schrammelt etwas mehr, breaklastig das ganze, genial! Ich
glaube, da hat jemand Herzrasen beim Anblick der Frau!
Es wird dann wieder ruhiger, fast sphärisch.
Bis zum nächsten Themenwechsel, bei dem sich die Traumsequenz
von vorher nach und nach zu unerträglicher Spannung steigert.
Hier auch eine vorsichtige Akustikgitarren zwischendurch und
die Textzeile, die wie keine andere für den Song steht:
"Oh my Lady Fantasy, I... love you..."
Und dann wird abgerockt! Der beste Part des Songs könnte
man sagen. Schneller, mit wildem Gitarrensolo und dazu noch
immer dieser funky Bass, nur hektischer eben, ein verkifftes
Orgelsolo schliesst sich an, ist das geil!
Schliesslich wird wieder die Melodie vom Anfang aufgegriffen
und der Song ruhig aber bestimmt beendet.
Nur Platz 8 für dieses Stück? Was hat mich da denn
geritten? Oder sind die, die noch kommen, etwa noch viel besser?
Weitere sehr gute Longtracks von Camel: Lunar sea
(9:09, von Moonmadness), Rajaz (8:15, von Rajaz)
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