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Radio unfriendly material 1984
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Dio: The last in line
(5:40, von "The last in line")
1984 hatte der Ronnie schon seine zweite Platte
draußen.
Davon hier der Titeltrack als Metal-Empfehlung.
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Die ganze CD ist zwar auch
nicht schlecht, aber auch nicht ganz überzeugend. In
jedem Fall deutlich schwächer als der Erstling Holy
diver.
Letztens hatte ich noch berichtet,
wie ich überhaupt an Dio kam und dann weiter zu
Rainbow. Tja, nur wenige Wochen
später sind wir direkt am Anfang. Denn jener Song, den
mein Kumpel damals unbedingt auf unserem Radiosendungstape
haben wollte, das war genau dieser hier.
Von daher ein Stück mit Erinnerungswert, das für
meine zarten Öhrchen zu der Zeit (ich lernte es 1985
kennen) doch ganz schön heftig klang.
Heutzutage kann ich das kaum
noch nachvollziehen, aber als Jugendlicher klangen zum Beispiel
Bon Jovi für mich richtig
"hart". Und mein erster Kontakt mit Punkrock war
auch von sofortiger Ablehnung geprägt. Zu schnell, zu
heftig.
Ich war denn auch mal direkt der Meinung, alle Leute, die
sowas hören, müssten einen leichten Schaden haben.
Das hat sich dann aber anders
entwickelt, nach Eingewöhnungsphasen unternahm ich vorsichtige
Ausflüge in Hardrock und Punk und bald konnte mich nichts
mehr schocken. Es gibt allerdings schon Musik, die auch heute
für mich nichts weiter als Lärm ist: Trash-Metal,
Death-Metal und Grindcore und verwandte Stile. Da kann ich
nix mit anfangen, wahrscheinlich weil ich's immer melodisch
mag.
Wenn man sich aber mal bei
musikalisch weniger interessierten Leuten umhört oder
denen einfach mal was vorspielt, so erlebt man manchmal genau
wie oben beschrieben Schrecken, Ablehnung usw. bei härterer
Musik, auch wenn diese Leute nicht mehr 12 oder 13 sind. Für
mich unverständlich, wenn sich jemand noch nicht einmal
mit solcher Musik befasst hat. Man muss es ja nicht gut finden.
Aber es gibt wohl auch eine Menge Menschen, die wenig Interesse
an Musik haben. Ist schon vorgekommen, dass mir jemand stolz
erzählt, er/sie habe im letzten Monat ausnahmsweise und
zufällig mal ZWEI (Hölle!) CDs gekauft - natürlich
nicht wissend, dass ich diese Anzahl dann doch für eher
mickrig halten würde.
A propos: morgen werde ich auch mal wieder Einkaufen gehen,
die Vorfreude ist schon groß. Nachdem seit Weihnachten
nur mal gelegentlich ein Brief von ebay oder Amazon kam, ist
das nötig. Obwohl ja der Monat dem Ende sich zuneigt
und damit auch die Kohlen...
The last in line:
Das Stück beginnt mit einem etwas ruhigeren, gitarrengetragenen
Intro. Der Hörer denkt, es würde eine Ballade. Dann
der Ausbruch: kraftvolle Riffs, donnernde Drums und ein plötzlich
viel aggressiverer Gesang. Dazu gibt's dann noch die obligatorischen
80er Heavy-Keyboards (Fiep, fiep) und einen sehr prägnanten
Rhythmus. Ein Killer-Song, der sich auch super zum Headbangen
eignen würde.
Aber auch ein Song, den ich wirklich mal gerne in einer Neueinspielung
hören würde. Ob das jetzt unbedingt Dios
aktuelle Mannschaft sein müsste, weiss ich nicht, aber
es ginge mir um die moderne Produktionstechnik (noch mehr
Power, ein klarerer Sound) und vielleicht das Entfernen der
Keyboards. Dann nämlich wäre dieses Stück auch
aktuell ein Knaller. Ich lege also hiermit Dio und
seiner Plattenfirma ans Herz, dies mal zu versuchen. Dann
kann er bestimmt bald direkt neben Manowar sein Video
im Musikfernsehen betrachten. Denn vom Alter her tun sich
die nicht viel und die Musik von Dio ist den aktuellen
Manowar-Sachen erschreckend nahe. Dabei allerdings
ohne den Pathos und die oberüblen Texte. Und der Ronnie
ist auch kein Muskelprotz, obwohl ich befürchte, dass
seine Band genauso schlecht auf der Bühne rumposen würde.
Der Sound von Rainbow
ist bei diesem Stück am Horizont noch zu erkennen, doch
der Stil der 80er und ein straighteres Songwriting sind nicht
unerhebliche Unterschiede. Ganz klar muss man auch sagen,
dass die Gitarre nicht an Ritchie
Blackmore rankommt. Dagegen ist Jimmy Bain am Bass ja
sogar ein alter Bekannter, der auch mal für (wie bei
den meisten Musikern) kurze Zeit bei Rainbow mitmachte.
So gesehen sind Dio für mich die logische Fortentwicklung
von Rainbow mit Ronnie James Dio.
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