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DeRita Sisters: The band that
refused to die!!!
(2-CD, 2006, 81:55)
Das Abschiedsalbum einer Band, die trotz reichlich
veröffentlichten CDs, EPs und Singles zu unbekannt
ist, um bei wikipedia Erwähnung zu finden.
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Auch ich habe erst ca. vor
einem Jahr von den DeRita Sisters gehört und mich
vor kurzem dann entschlossen, diese Doppel-CD zu kaufen.
Und ich bin hellauf begeistert!
Für den Fan ramonesken 70er Punks mit guter Produktion,
ordentlich Tempo und witzigen Texten genau das Richtige!
Wenn ich mir schon einfach
nur die Spielzeit der ersten CD ansehe, auf der in 29 Minuten
21 Songs durchgejagt werden, dann kommt Freude auf. Und dann
die Songtitel: The sound of horror, Burn the south, Fuck
the police, KKK skeletons found in titanic, Orgy of one, Punk
enuff, Born without a brain... Da wird ohne Vorbehalte
über alles gemotzt und zugleich auch reichlich Schwachsinn
erzählt - genau mein Humor! Und das Cover finde ich so
geil, das hätte ich gern als T-Shirt!
Auch das Aussehen der Band ist sympathisch, die Typen sind
sicher alle über 30 oder sogar über 40 und praktizieren
den guten alten Ramones-Look
inklusive leicht schrägem Aussehen und Gesichtsproblemen.
Und ich kann es einfach nicht
anders sagen: sehr coole Musik, die mich ganz stark daran
erinnert, wie ich einige Ramones-Scheiben zum ersten
Mal gehört habe. Nur genial!
Klar, es paar Unterschiede gibt es schon: die DeRita Sisters
nutzen meistens zwei Gitarren, dazu gibt an einigen Stellen
dezente schräge Synthies und der Bass ist weniger knackig,
dafür die Gitarren deutlicher im Vordergrund als bei
den 70er Ramones. Ja, und hier und da gibt es auch
mal ein Gitarrensolo und ein paar abgefahrene Licks und Riffs,
trotzdem wird alles im Hyperspeed durchgehechelt und ist eindeutig
Punkrock.
Und dazu kommt dann noch
die Bonus-CD, sozusagen das Abschiedsgeschenk der Band! 35
Songs in 53 Minuten sind auf dieser drauf und davon sind 19
live in Deutschland aufgenommen und 16 im Studio neu eingespielte
ältere "Hits" der Band. Also echt der optimale
Einstieg!
Bis auf vier Songs (zwei live, zwei Studio) mit etwas schlechterer
Aufnahmequalität können auch diese Lieder voll überzeugen
und rocken wie Sau! Das geht soweit, dass ich die beiden CDs
grundsätzlich am Stück höre, weil ich nach
den ersten 29 Minuten noch lange nicht genug habe. Und wenn
dann mal der Liveteil anfängt, wünsche ich mir,
die Gruppe wäre noch zusammen und ich könnte sie
nochmal real auf der Bühne sehen. Scheiße auch.
Letztes Jahr gab's wohl eine kurze Reunion, aber meines Wissen
nach fand die nicht in Deutschland statt. Der Sänger
und Gitarrist Marky DeRita spielt jetzt bei Silent Meow,
die auch nicht schlecht sind, aber doch irgendwie weniger
oldschool und retro.
Von der zweiten CD möchte
ich mal kurz die besten Songs nennen, es sind meiner Meinung
nach Born without a punkrock name, Butterface, I-Tie 69,
Gravy train, Punkrocknonstop und 77 forever.
Stay alive and rock on,
Harvey
(10.7.08)
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