Mit dem Februar beginnend werde ich wieder am
Ende jedes Monats zwei neue Platten vorstellen.
Diese gehören dann nicht in eine der Jahreshitlists und
meistens (aber nicht immer) ist auch eine erst vor Kurzem
erschienene CD mit dabei.
Als ich letztens mal bei meinen Eltern zu Besuch war, bin
ich über eine alte Mappe mit Kunstbildern aus meiner
Schulzeit gestolpert.
Abgesehen von der sofort augenfälligen Talentlosigkeit
konnte man an dieser Mappe auch erkennen, wie einfallslos
der Kunstunterricht war: die meisten Motive waren nicht gerade
das, was Kinder interessiert. Außerdem wiederholte sich
so Einiges. Ich habe zu manchen Themen im Laufe meiner Schulzeit
dreimal ein Bild gemalt. Besonders beliebt war das "Selbstdarstellungsbild".
Das könnte sogar auf vier Durchgänge kommen, es
waren nicht mehr alle erhalten.
Jenes ist im Nachhinein ja noch recht interessant, weil es
trotz allen Zwangs und eventueller Lustlosigkeit etwas über
den "Maler" erkennen lässt.
Auch erkennen konnte ich, dass ich mir immer sehr viel Mühe
gegeben habe. Und ich weiß auch noch, dass ich vor den
Abgabeterminen in der Mittel- und Oberstufe stundenlang an
diesen Bildern gesessen habe, manchmal sogar mehrere Tage.
Dafür bekam ich dann im tollsten aller Fälle mal
09 Punkte, meistens aber so 07 oder 06, schlimmstenfalls auch
nur 05.
Wie ineffektiv! Wenn ich diese Stunden statt für Malerei
benutzt hätte, um für andere Fächer zu lernen,
dann hätte das sicher mehr gebracht. Zumal die Lehrer
die Anstrengung ja gar nicht gewürdigt haben, sondern
mir wahrscheinlich für ein Viertel des Aufwands genau
die gleiche Note gegeben hätten.
Abgesehen von den Leistungskursen war Kunst in der Oberstufe
das Fach, für das ich am meisten Zeit zuhause investierte!
Ja, die Bilder sind auch nicht besonders gut. Aber man lernte
es in der Schule auch nicht. Wir haben immer nur die Vorbilder
(große Meister) angeschaut und dann wurde uns gesagt
wir sollten jetzt auch mal so ein ähnliches Bild malen.
Aber wie man das macht, wurde nicht erklärt. Auch hat
niemand mit uns die Technik von grundauf, d.h. mit Vorübungen
und schrittweise, geübt. Da wurde allenfalls während
der Entstehung des Bildes gesagt: "nee, so geht das nicht,
sieht scheisse aus". Und dann musste man nach fünfminütiger
Belehrung nochmal anfangen.
Was für ein frustrierendes Fach!
Vielleicht bin ich einfach
zu grobmotorisch. Mit der Musik ist es mir ja genauso gegangen,
selber machen hat einfach nicht hingehauen und Noten habe
ich auch nie gerafft.
Immerhin kann man sich schöne Bilder ja auch einfach
ansehen. Was ich aber selten tue. Ich höre dann lieber
gute Musik.
Und da ich sie nicht spielen kann und auch kein vernünftiges
Bild dazu malen und nicht dazu tanzen kann, da schreib ich
halt drüber. Zumindest sagt mir da keiner, dass ich eine
schlechte Note dafür bekomme.
Und zum Abschluss noch das wichtige Textzitat:
Don't care where you're from anyway
I don't care lots of money anyway
I don't care what you say anyway
I don't care lots of clothes anyway
I don't care, I don't care
Don't care nice car anyway
I don't care nice parent anyway
I don't care nice home anyway
Don't care lots of money anyway
Don't care, don't care
Hitlist: [hit-list]
engl.-amerik.; ergibt sich aus hit und list
Hit:
Hit: [hit] engl.-amerik.;
Schlag m; (Seiten)Hieb m; Glücksfall
m; Treffer m; thea., (Musik-Bizz)
Schlager: ein Song, der nicht zwingend gut sein
muss, aber sehr populär ist.
List:
List:
[list] engl.-amerik.; Liste f, Ver-
zeichnis n; Auflistung: besonders Männer
neigen dazu Ranglisten zu erstellen. Zum einen gibt
es ihrem Fetisch einen gewissen wissenschaftlichen
Anstrich, zum zweiten läßt sich herrlich
darüber diskutieren.
Anspieltipp:
Für Statistik-Freaks:
Statistik die; -, -en:
1. (ohne Plural) wissenschaftliche Methode zur zahlenmäßigen
Erfassung, Untersuchung u. Darstellung von Massen-
erscheinungen.
2. [schriftlich] dar-
gestelltes Ergebnis einer Untersuchung nach der
statistischen Methode.
3. Auswertung einer großen Zahl physika-
lischer Größen zur Bestimmung von physikalischen
Gesetzen.