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Deadsoul Tribe: The dead
word
(2005, CD, 46:57)
Wie immer mit hervorragendem Artwork ausgestattet,
reiht sich diese CD nahtlos in die anderen Veröfentlichungen
von Deadsoul Tribe ein.
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Ich mag die Cover und die
Booklets von deren CDs sehr. Stilvoll und ein bisschen wie
für eine Geschichte von Edgar Alan Poe.
Dieser Vergleich passt auch zur Musik, die auf The dead
word noch düsterer ist als sonst. Sie ist auch stellenweise
etwas heavier als vorher, davon abgesehen gibt's aber nicht
viele Unterschiede.
Wieder wird sehr atmosphärisch mit ein paar progressiven
Elementen, etwas Hardrock und Metal sowie Tool-Remineszenzen
gerockt. Letztere allerdings hier weniger als bei den Vorgängern.
Natürlich gibt's auch ruhige Passagen, schönes Klavier,
Flöte und mal akustische Gitarren.
Das hohe Niveau wird durchgehend
gehalten, keine Ausfälle dabei, allerdings auch kein
Song, der besonders heraussticht.
Wer eine der anderen Platten von Deadsoul Tribe gut
fand, wird vermutlich auch diese mögen. Die Unterschiede
liegen nur in Details.
Das ist allerdings auch der
größte Nachteil, weil inzwischen nicht mehr alle
Songs von DST voneinander unterscheidbar sind. Klar,
jeder für sich ist toll, aber wenn man den dann geringfügig
geändert gleich drei- oder viermal einspielt, wird er
nicht besser. Wenn also nicht die nächste Platte für
Besitzer der älteren Scheiben zur totalen Langeweile
werden soll, muss da mehr Abwechslung und Entwicklung rein.
Aber - wie gesagt - die CD
ist gut und mir gefällt sie sogar etwas besser als der
Vorgänger The january tree, wohl wegen der Düsternis.
Schade ist, dass die "Tour"
im Januar lediglich drei Termine in Deutschland zu bieten
hat, die auch geographisch relativ dicht beieinander liegen
und für mich wohl nicht erreichbar sind.
In letzter Zeit überlege
ich mir meine Wochenendgestaltung immer zweimal. Und das nicht
nur, weil ich viel zu tun habe und wenig Zeit. Sondern auch,
weil das übliche Programm: Saufen und in Discos rumhängen
langweilig wird. Denn es sind immer die selben Läden,
in denen auch meistens ähnliche Leute rumhängen
und der Morgen danach ist jedesmal grauenvoll.
Es gab mal eine Zeit, da lautete mein Motto "ich kotze
nie". Ich war 17, 18 und ich habe so viel getrunken wie
ich Lust hatte, aber mir war nie schlecht. Ich war sogar richtig
fit am nächsten Tag. Irgendwann hab ich's dann mal mit
Jever Maibock (gibt's heute nicht mehr) übertrieben und
doch gereihert. Trotzdem hatte ich zu dieser Zeit und noch
ein paar Jahre lang nie Kopfschmerzen. Irgendwann kamen die
dann und ich habe mich geweigert, sie mit Chemie zu bekämpfen
und dann halt abgewartet. Mal 'ne Stunde, mal nen Nachmittag,
mal auch bis zum späten Abend und dann ging's wieder.
Seit ein paar Jahren habe
ich nun nicht nur oft üble Magenprobleme (damit meine
ich nicht Kotzen, das kommt nur noch äußerst selten
vor), sondern auch IMMER brutale Kopfschmerzen. Obwohl ich
zum Beispiel gar nicht wirklich besoffen war, der Schädel
ist garantiert da. Also greife ich schon länger dann
doch zu Schmerztabletten. Das geht aber wegen der Magenprobleme
nicht immer.
Heute nun habe ich mich mal wieder mittelbeschissen gefühlt
(dabei sollten 3,2 Liter Bier in sieben Stunden nicht soo
übel sein). Tollerweise hat die Tablette dann nicht gewirkt
(mal was Neues) und ich war einfach körperlich total
fertig den ganzen Tag. Super. Sonntag im Arsch und dabei wollte
ich so viel machen.
Wenn ich jetzt überlege, was ich in den sieben (verdammt
viel!) Stunden gemacht habe, dann war da nette Konversation
dabei und gute Musik zuhause und lecker Pils. Aber später
in dem Schuppen war's dann doch eher langweilig. Musik war
nicht besonders gut, die Leute sahen nicht besonders interessant
aus, billig war's auch nicht, dafür aber zugequarzt.
Die eine Schnitte, die mir dann doch auffiel, habe ich natürlich
nicht kennen gelernt. Ich habe sie auch nicht angesprochen,
obwohl sie alleine da war. Aber sie sah auch ein bisschen
zu jung aus. Interessant an ihr war der Tanzstil, der mir
gefiel, weil er so schön an alte Zeiten erinnert hat,
als noch mehr Leute so tanzten. Aber das reicht nicht zum
Ansprechen, was ich genau genommen sowieso nie mache, egal
ob ich nun nüchtern oder hackedicht bin.
Jedenfalls kann man sich
da im Nachhinein schonmal fragen, ob die drei Stunden am Ende
denn sein mussten, bzw. was nicht alles in diesen und mit
dem Rest des heutigen Tages zu machen gewesen wäre.
Vor ein paar Wochen bin ich Sonntags früh aufgestanden
und mit Freunden zusammen in die Natur gefahren. Auch mal
nett. Nur nicht Rock'n'roll.
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